Wer ist Gott?

Wer ist Gott?

Wer ist denn Gott? Es gibt Leute, die sehen in Gott ein höheres Wesen, eine universale Kraft; alles muss ja irgendwie entstanden sein. Sie sehen dieses Wesen als undefinierbar und nicht persönlich.

Andere stellen sich Gott eher als Grossvater vor, der auf einer Wolke sitzt, alle liebt und niemanden bestraft. Diese Sicht von Gott betont seine Liebe, aber sie ignoriert seine Gerechtigkeit und Heiligkeit.

Wieder andere empfinden Gott als Polizist, der am Strassenrand steht, und aufpasst, ob wir uns falsch verhalten. Diese Ansicht betont die Gerechtigkeit Gottes, lässt aber völlig Ausseracht, dass Gott auch ein Gott der Liebe ist. Damit verbunden ist die Ansicht, dass Gott der grosse Spielverderber ist. Nicht wenige Menschen haben Angst, in eine Beziehung mit Gott zu treten, weil sie befürchten, dass er ihnen die schönsten Jahre des Lebens wegnehmen will. Das Gegenteil ist wahr. Er will dass wir Leben im Überfluss haben!

Gott ist liebevoll und barmherzig
Gott will uns nicht bestrafen, da er uns über alles liebt! Es hat noch nie einen Moment gegeben, wo er dich oder mich nicht geliebt hätte. Nicht weil wir so tolle Menschen wären, sondern weil er Liebe ist.

Gott ist heilig und gerecht und muss Sünde bestrafen
So hart es klingt, aber Gott kann den Schuldigen keinesfalls ungestraft lassen. Er wird den Sünder zur Rechenschaft ziehen. Die beiden Beispiele unten im orangen Kasten sollen dieses Problem etwas verdeutlichen.

Auf der einen Seite ist Gott ein Gott der Liebe, der uns nicht bestrafen will, auf der anderen Seite ist Gott ein Gott der Gerechtikeit, der unsere Sünden bestrafen muss.

Genau wie im Beispiel vom Kapitän (siehe rechts), hat Gott auch unser Problem gelöst. Wir sind vergleichbar mit der Mutter, welche die Peitschenhiebe verdient hatte. Der Kapitän mit Gott, wie er bei der Errettung der Welt gehandelt hat. Gott kann niemals seine Liebe gegenüber uns Menschen aufgeben, aber genauso wenig seine Gerechtikeit.

Gott löste dieses Problem in der Person von Jesus Christus.

Ergänzungen

Beispiel: Banküberfall

Stellen Sie sich vor, ich würde eine Bank überfallen. Eine versteckte Kamera nimmt den Banküberfall auf. Auf dem Video kann man dabei eindeutig erkennen, dass ich der Täter bin. Ich werde verhaftet und vor Gericht geladen. Der Richter fragt mich, ob ich mich schuldig bekenne. «Ja ich bin schuldig», antworte ich. «Es tut mir sehr leid, dass ich diese Bank ausgeraubt habe. Hiermit gebe ich Ihnen das Geld zurück und verspreche, dass ich nie mehr eine Bank überfallen werde, wenn ich nicht verurteilt werde und den Gerichtssaal als freier Mann verlassen darf.»

Geht ein Richter auf ein solches «Angebot» ein? Sicherlich nicht! Er muss sich an das Gesetz halten und Gerechtikeit ausüben. Genau in derselben Weise kann es sich Gott nicht erlauben, Sünde einfach zu tolerieren oder darüber hinwegzusehen, weil seine Glaubhaftikeit und seine Gerechtikeit auf dem Spiel steht.

Beispiel: Peitschenhiebe für die Mutter

Vor Jahren machte ein Kapitän ein lange Reise und nahm einen Teil seiner Familie mit. Eines Tages wurde ihm gemeldet, dass sich jemand an den streng rationierten Lebensmittelvorräten bediente. Der Kapitän war ausser sich, denn ohne Lebensmittel würden sie früher oder später sterben. Er rief die ganze Schiffsbesatzung zusammen und gab zu verstehen, dass von jetzt an jeder ausgepeischt wird, der sich unerlaubt am Lebensmittelvorrat bedient.

Kurze Zeit später überbringt ein Matrose dem Kapitän die Nachricht, das jemand beim Stehlen von Vorräten erwischt worden sei. «Auf was wartet ihr, peitscht ihn aus!» rief er. «Da gibts ein Problem,» erwiderte der Matrose, «es ist deine Mutter, die erwischt worden ist!» Stellen wir uns das einmal vor: Lässt er seine alte Mutter auspeitschen, wird sie mit Sicherheit sterben. Wenn er sie aber ungestraft davon kommen lässt, dann wird er unglaubwürdig und beugt das Recht, das für alle gilt.

Der Kapitän ordnete an, seine Mutter an den Mast zu binden. Die ganze Mannschaft ist versammelt. Dann befielt er, mit dem Auspeitschen zu beginnen. Und nun geschieht das Unglaubliche. In dem Moment wo der Matrose zuschlagen wollte, beugte sich der Kapitän über seine Mutter und liess sich für sie auspeitschen. Dadurch wurde einerseits die Strafe vollzogen und Gerechtikeit ausgeübt und anderseits hat er so seine Liebe zu seiner Mutter bewiesen.